Foto: Jens Schneeweiß
Text: Jens Schneeweiß
Am Sonntag, dem 6. September, fand der mittlerweile 8. F60 Triathlon in Lichterfeld statt.
Gemeinsam mit André Schmidtchen ging ich über die Sprintdistanz an den Start, die in diesem Jahr zugleich als Landesmeisterschaft ausgetragen wurde und in die Brandenburg-Cup-Wertung einging.
Für mich stand der Wettkampf allerdings unter ganz besonderen Voraussetzungen. Bereits am Samstagmittag war ich beim 24-Stunden-Rennen auf dem Lausitzring gestartet und hatte dort die gesamte Nacht auf dem Rad verbracht. Erst am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr beendete ich mein Rennen und machte mich direkt auf den Weg zum F60 Triathlon. Viel Zeit zur Erholung blieb also nicht.
Bei einer Wassertemperatur von etwa 18,5 Grad ging es zunächst über 750 Meter ins Wasser. Für mein Empfinden war das schon ziemlich frisch. Dazu kam der sehr eigenartige Geschmack des Wassers, von dem ich vorher bereits gehört hatte, der mich dann aber trotzdem etwas überraschte. André kannte das dagegen bereits.
André absolvierte ein solides Schwimmen und kam nach etwa zwölf Minuten aus dem Wasser. Bei mir sah die Sache deutlich schwieriger aus. Schon nach den ersten 100 Metern merkte ich, dass nach der langen Nacht auf dem Rad einfach die Energie fehlte. Teilweise musste ich sogar ins Brustschwimmen wechseln, um die 750 Meter überhaupt vernünftig zu Ende bringen zu können. Am Ende benötigte ich knapp 15 Minuten – für meine Verhältnisse eine ziemlich heftige Zeit.
Anschließend ging es hinauf in die Wechselzone. Dort ließ ich es zunächst etwas ruhiger angehen, um wieder ein wenig zu Kräften zu kommen. Neopren aus, aufs Rad und weiter.
Auf der Radstrecke lief es dann deutlich besser. Gefahren wurde auf einer einfachen Wendepunktstrecke, die zweimal zu absolvieren war. Hier konnte ich wieder einiges an Zeit und Plätzen gutmachen und war mit meiner Radleistung unter diesen Umständen durchaus zufrieden.
Danach hieß es: Laufschuhe an und noch einmal alles mobilisieren. Trotz der fehlenden Energie und der Belastung aus der Nacht konnte ich den Lauf mit einer Durchschnittspace von 4:12 min/km absolvieren. Damit war ich an diesem Tag wirklich zufrieden. Natürlich war ich inzwischen ordentlich ko aber umso schöner war es, den Wettkampf trotzdem noch solide zu Ende bringen zu können.
Am Ende konnten wir beide sogar noch Podestplätze bei der Landesmeisterschaft feiern.
André erreichte in der AK 50 den 2. Platz, für mich sprang in der AK 45 der 3. Platz heraus. Damit konnten wir unter dem Strich sehr zufrieden sein.
Ein großes Dankeschön geht an die Veranstalter und alle Helfer. Die Kulisse rund um die F60 ist etwas ganz Besonderes, und man merkt bei dieser Veranstaltung deutlich, mit wie viel Herzblut alle Beteiligten dabei sind.
Vielen Dank für einen tollen Wettkampftag und Sport frei!
Alle Ergebnisse findest du HIER.


