Foto: Heike Cammin
Text: Heike Cammin
Auch dieses Jahr wollte ich mich wieder in die Fluten begeben und hoffte diesmal auf die Überquerung des Boddens.
Um 8:45 Uhr ging es mit dem Boot „Kleine Freiheit“, gemeinsam mit den meisten Teilnehmern, in Richtung Insel Vilm. Dort angekommen, konnten alle, die Lust darauf hatten, an einer kleinen Führung über die Insel teilnehmen.
Die Insel Vilm ist ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Für mich war die Führung sehr interessant und ich habe viel Neues erfahren.
Danach hieß es: Umziehen und auf den Start vorbereiten.
Gegen 11:10 Uhr ging ich ins „erfrischende“ 19 Grad kalte Wasser und um 11:15 Uhr fiel der Startschuss für 399 Teilnehmer.
Anfangs war es ein ziemlich enges Gedränge im Wasser. Aber nach etwa 15 Minuten hatten sich die Teilnehmer gut verteilt. Überraschend war der hohe Wellengang – und irgendwann dachte ich tatsächlich, ich würde ganz alleine schwimmen. Niemand war neben mir zu sehen …
Dafür war ich in bester Gesellschaft mit vielen Quallen.
Durch den Wellengang war mir zwischendurch auch ein bisschen übel. Und dann gab es immer wieder Pflanzenteppiche, die am Kopf hängen blieben. Da sah man sicher aus wie eine schwimmende Palme.
Nach 49:49 Minuten stieg ich kaputt, aber glücklich, am Lauterbacher Hafen wieder aus dem Wasser. Die vielen netten und aufmerksamen Helfer legten mir sofort ein Handtuch um und begleiteten mich noch ein Stück.
Und dann die große Überraschung: 3. Platz in meiner Altersklasse und 38. Platz in der Gesamtwertung!
Es ist immer wieder ein rundum gelungener Wettkampf – und definitiv ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
Bis zum nächsten Vilmschwimmen!


