OSTSEEMAN-TRIATHLON am 02.08.2026

Foto: André Schmidtchen
Text: André Schmidtchen

Der OstseeMan in Glücksburg war für mich ein ganz besonderer Wettkampf. Es war meine dritte Langdistanz – ein Tag voller Emotionen, Herausforderungen sowie vieler Höhen und Tiefen. Am Ende stand ein Zieleinlauf, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Schwimmen – 3,8 Kilometer in der Ostsee

Das Schwimmen verlief deutlich besser als erwartet. Meine Vorbereitung im Wasser war diesmal eher überschaubar, trotzdem fühlten sich die 3,8 Kilometer im offenen Meer überraschend gut an. Ich fand schnell meinen Rhythmus, blieb die gesamte Strecke ruhig und kontrolliert und kam mit einem guten Gefühl aus dem Wasser. Ein gelungener Start in einen langen Renntag.

Radfahren – 180 Kilometer voller Herausforderungen

Der Wechsel aufs Rad verlief reibungslos, doch die Radstrecke hatte es in sich. Vier Runden à 45 Kilometer bedeuteten insgesamt 180 anspruchsvolle Kilometer mit zahlreichen Hügeln, engen Kurven und ständigen Richtungswechseln. Die technisch fordernde Strecke verlangte höchste Konzentration und kostete jede Menge Kraft.

In der zweiten und dritten Runde wurde es zusätzlich anspruchsvoll, als die Athletinnen und Athleten der Mitteldistanz auf die Strecke kamen. Mehr Verkehr bedeutete noch mehr Aufmerksamkeit und vorausschauendes Fahren. Gleichzeitig sorgten die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke immer wieder für Motivation. Ihre Anfeuerungen gaben mir genau die Energie, die ich in diesen Momenten brauchte.

Laufen – 42,2 Kilometer bis ins Ziel

Der Wechsel zum Marathon gelang schnell, und meine Beine fühlten sich zunächst überraschend frisch an. Die Laufstrecke war gesäumt von begeisterten Zuschauern, deren Unterstützung auf jeder der sechs rund sieben Kilometer langen Runden spürbar war.

Doch auch der Marathon hatte seine Tücken. Immer wieder warteten kurze, aber knackige Anstiege, die mit jeder Runde mehr Kraft kosteten. Spätestens in der vierten Runde begann der eigentliche Kampf. Körperlich war ich am Limit und musste alles mobilisieren, was noch vorhanden war – Kopf, Herz und Willenskraft.

Der Zieleinlauf – 10:41 Stunden voller Emotionen

Nach 10:41 Stunden erreichte ich glücklich das Ziel. Erschöpft, aber unglaublich stolz. Der OstseeMan hat mir alles abverlangt und mir gleichzeitig wieder gezeigt, warum ich diesen Sport so liebe: die einzigartige Atmosphäre, die sportliche Herausforderung, die großartige Gemeinschaft und das unbeschreibliche Gefühl, nach vielen Stunden des Kämpfens die Ziellinie zu überqueren.

Meine dritte Langdistanz ist geschafft – und sie wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Alle Ergebnisse findest du HIER.

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