Foto: Nic Rohmann
Text: Yvonne Reichmuth
Vom 20. bis 22. Februar stellten sich Doris, Yvonne und Nic dem traditionsreichen polnischen Skilanglaufwettkampf Bieg Piastow, der in diesem Jahr seine 50. Auflage feierte. Die drei Tage boten alles, was ein Langlaufevent unvergesslich macht – von Kaiserwetter bis Regensturm.
Tag 1: Strahlender Auftakt bei –11 Grad
Der erste Wettkampftag begann früh und es war eisig. Bei klarem Himmel und knackigen –11 Grad meisterten Doris und Nic routiniert die 30‑Kilometer‑Skatingstrecke. Yvonne hingegen hätte sich nach zehn Kilometern durchaus mit einem Zielbogen anfreunden können – doch sie kämpfte sich tapfer durch.
Tag 2: Schneefall und schwere Beine
Am zweiten Tag zeigte sich der Winter von seiner fordernden Seite. Dichtes Schneetreiben und die 50‑Kilometer‑Klassikstrecke verlangten Doris und Nic alles ab. Die Akkus waren sichtbar im roten Bereich, doch beide brachten den Tag mit beeindruckender Willenskraft zu Ende. Yvonne machte einen Ruhetag.
Tag 3: Regen, Plusgrade und mentale Stärke
Der dritte Tag hielt, was die Wetter-Apps versprochen hatten: Plusgrade, Regen und eine 25‑Kilometer‑Klassikstrecke, die eher einem mentalen Härtetest glich. „Echt jetzt?“, „Braucht man das?“ und „Warum tut man sich das an?“ wurden zu den Mantras des Tages. An den Start gingen Yvonne und Nic. Beide erreichten völlig durchnässt das Ziel. Doris hatte sich für ein ausgiebiges Frühstück und den Support entschieden.
Das eigentliche Highlight: Gemeinschaft
So herausfordernd die sportlichen Bedingungen waren, so wohltuend waren die Abende. Eine gemütliche Unterkunft mit Sauna half bei der Regeneration, doch die wahren Seelenwärmer waren die vier gemeinsamen Abende in unterschiedlichen Harrachover Lokalen – mit gutem Essen, guten Getränken und Gesprächen, die man nicht planen kann.
Für Nic und Doris bot sich die Gelegenheit, alte Bekannte wiederzutreffen. Yvonne lernte Menschen kennen, die seit Jahren zum festen Kern der „Unerschütterlichen“ gehören – einer Gruppe, die den Bieg Piastow nicht nur als Wettkampf, sondern als gemeinsames Erlebnis versteht.
Fazit
Ob zehn Minuten schneller oder langsamer – am Ende zählt etwas anderes: Zeit miteinander, Geschichten, die man teilt, und ein Vereinsgeist, der mit wenigen Mitgliedern, aber vielen Freunden auskommt. Genau das macht den besonderen Charme unseres Vereins aus.












